A K T U E L L E S (Archiv)


25 Jahre Patenschaft der Stadt Hardegsen für die Gemeinde Grünhagen

Im Muthaussaal, dem Wahrzeichen der Stadt Hardegsen, fand am 14.05.2010 ein würdiger Patenschaftsfestakt statt. Kreisvertreter Bernd Hinz, der die Festrede hielt, sowie Bürgermeister Sjuts und Altbürgermeister Gärner arbeiteten in ihren Reden die großartige Erfolgsgeschichte des Patenschaftsverhältnisses heraus, während Ortsvertreter Kurt Morr in seiner Grußrede die Aktivitäten der Ortsgemeinschaft Grünhagen mit ihren Orts- und Patenschaftstreffen in Hardegsen seit 1974 nachzeichnete.

Im Foyer des Muthauses und in der Grünhagener Heimatstube fand nach dem Festakt mit den anwesenden Hardegser Kommunalpolitikern sowie den Grünhagener Landsleuten ein gemütliches Beisammensein mit Umtrunk statt.

Die Bilder befinden sich in unserer Galerie.


8. Itzehoer Kulturnacht im Haus der Heimat

Anlässlich der 8. Itzehoer Kulturnacht las Sebastian Dunkelberg im Haus der Heimat am 17. April 2010 zwölf Abschnitte aus den Massurischen Geschichten „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz. Seine lebendige Vortrags- und Darstellungskunst gaben der Lesung eine besondere Farbe und begeisterten die zahlreich erschienenen Gäste.
Sebastian Dunkelberg ist Dozent für Schauspiel, Musik, Theaterregie und Liedinterpretation.

 

 

 


Arbeitsbesuche / Arbeitsgespräche

Kreisvertreter Bernd Hinz stattete im Geschäftsjahr 2009 zahlreiche Arbeitsbesuche ab.

So führte er im Frühjahr in Itzehoe Arbeitsgespräche mit Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann und Bürgervorsteher Heinz Köhnke. Auf der Gesprächagenda standen Projekte und Fragen der Patenschaftsbeziehungen.

Des Weiteren gab es Gespräche mit einer Delegation der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion im Kreistag Steinburg, sowie mit dem Präsidenten des schleswig-holsteinischen Landkreistages, Herrn Johannes Petersen.

Außerdem fanden Unterredungen mit dem Botschafter der Republik Polen in Berlin, Dr. Marek Prawda, und mit dem Vizebotschafter der Republik Polen in Paris, Janusz Styczek, statt.

Wichtig waren auch die eng geknüpften Verbindungen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland mit dem Lazarus-Orden im internationalen und nationalen Bereich. Hier konnte Kreisvertreter Bernd Hinz unter anderem bei mehrmalig stattfindenden Besuchen in der Kaiservilla zu Bad Ischl wichtige vertrauensvolle Kontakte mit seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit, Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen, herstellen und für die zukünftige Zusammenarbeit wichtige Impulse erhalten.


v.l. Erzherzog Markus von
Habsburg-Lothringen, Bernd Hinz


Hauptkreistreffen

Mehrere Hundert Pr. Holländer Landsleute besuchten das zweitägige Hauptkreistreffen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in Itzehoe am 12./13. September 2009.
Eine Stadtführung mit dem ehemaligen Ratsmitglied Berndt Doege, eine Sitzung der Kreisgemeinschaft im Ständesaal des historischen Rathauses, die Besichtung im „Haus der Heimat“, ein musikalischer Heimatabend, die traditionelle Kranzniederlegung und ein Vortrag mit Cornelia Eisler von der Universität Oldenburg – das waren die Programmpunkte des Hauptkreistreffens der Kreisgemeinschaft.
Zur Sitzung im Ständesaal, die musikalisch von Judith Maria Rietdorf-Michalski untermalt wurde, begrüßte der Kreisvertreter Bernd Hinz neben den Mitgliedern auch zahlreiche offizielle Gäste.
Bürgervorsteher Heinz Köhnke und Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann entboten Grußworte der tiefen Verbundenheit der Patenschaftsträger Kreis Steinburg und Stadt Itzehoe mit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.
Im Rahmen des Forums „Deutschlandgespräche der Kreisgemeinschaft Pr. Holland“ sprachen die Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen (SPD), Heiner Rickers (CDU) und der Landtagskandidat Stefan Goronczy (FDP).
Im Haus der Heimat wurde anschließend die von der Ostpreußengruppe in Itzehoe gestaltete Ausstellung über die Geschichte der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen den vielen Besuchern vorgestellt.
Bei der traditionellen Kranzniederlegung am zweiten Veranstaltungstag am Ehrenmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung hielt der Bundestagsabgeordnete Jörn Thiessen (SPD), Pfarrer der nordelbischen Kirche, die Gedenkrede in Form einer Andacht.
In der vom Gesangverein Sude musikalisch umrahmten Feierstunde stand der Vortrag von Cornelia Eisler von der Universität Oldenburg zum Thema: „Ein Stück Heimat wurde lebendig – Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland“ im Mittelpunkt. Die Referentin zeigte sich über das Kulturhaus der Pr. Holländer mit seiner 360 qm großen Ausstellungsfläche tief beeindruckt, das nach ihrer Einschätzung im Vertriebenenbereich eine herausragende Stellung einnimmt. Auch die Presse zeigte sich vom Leistungsgrad der Pr. Holländer sehr angetan und drückte dies in der Überschrift des Zeitungsartikels mit „Heimat in der Fremde: Vertriebene zeigen Stärke“ aus.

Blick in den Ständesaal

Landtagskandidaten mit Kreispräsident,
Bürgervorsteher und Kreisvertreter

Jörn Thießen, MdB, und Kreisvertreter Bernd Hinz

Cornelia Eisler M.A., Universität Oldenburg




Benefizveranstaltung im Haus der Heimat

Im vollbesetzten Stucksaal im Haus der Heimat in Itzehoe fand am 2. Juli 2009 eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Wiederaufbaus des Berliner Stadtschlosses statt. Veranstalter war die Kreisgemeinschaft Pr. Holland im Zusammenwirken mit dem Förderverein Berliner Schloss e.V.
Der Geschäftsführer und Initiator dieses Projektes, Wilhelm von Boddien, referierte in einem sehr lebendig präsentierten und durch umfangreiches Bildmaterial gestützten Vortrag 75 Minuten über die Architektur und Geschichte des Schlosses von seinen Anfängen 1443 bis zur Sprengung 1950 und beleuchtete anschließend das Nutzungskonzept des Projektes „Humboldt-Forum“. Hier sollen u.a. die Sammlungen der europäischen Wissenschaft und Forschung sowie die Sammlungen des Ethnologischen Museums sowie das Museum für asiatische Kunst und für außereuropäische Kunst untergebracht werden. Auch Hintergrundinformationen über den Architektenwettbewerb und die mit Stolz verkündete Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Prof. Dr. Köhler über dieses Jahrhundertprojekt wurden angesprochen.
Die Zuhörer, unter ihnen Landtagspräsident Martin Kayenburg, Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann und Gisela Gräfin zu Dohna-Schlobitten sowie mehrere Bürgermeister und Mandatsträger aus dem Kreis Steinburg verfolgten, trotz der hochsommerlichen Temperaturen, den Vortrag mit größter Konzentration und begeisterter Aufmerksamkeit.
Meinungs- und Gedankenaustausch, informative Gespräche mit dem Referenten rundeten die bis Mitternacht dauernde Veranstaltung ab.


v.l. Wilhelm von Boddien, Bernd Hinz, Martin Kayenburg


Kommunalpolitischer Kongress 2009

Die Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP), bei der die Kreisgemeinschaft Pr. Holland federführend mitwirkt, veranstaltete vom 16. – 18. Oktober 2009 in Düsseldorf ihren diesjährigen Kommunalpolitischen Kongress.

Leitthema war: „Der Prozess der deutsch-polnischen Verständigung der letzten zwei Dekaden – Rückblick auf Erreichtes und Ausblick auf notwendige und mögliche Maßnahmen zur Vertiefung“.

Der Vorsitzende der AKP, Bernd Hinz, begrüßte das sehr prominent besetzte Forum. Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Ingo Wolf, eröffnete mit seinem Vortrag, u. a. über die kommunalverfassungsrechtlichen Reformen mit dem GO-Reformgesetz sowie dem Gesetz zur Änderung des Kommunalwahlgesetzes NRW, den ersten Veranstaltungstag.
Dr. Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sprach danach über die deutsch-polnischen Beziehungen aus deutscher Sicht und widmete sich u. a. dabei insbesondere den deutschen Minderheiten im Ausland. Danach schloss sich das sehr herzlich vorgetragene Referat der Generalkonsulin der Republik Polen in Köln, Frau Jolanta Roza Kozlowska, an, das sich dem Leitthema widmete.
Der Deutsche Landkreistag war vertreten durch Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der über „Das internationale Friedenswerk der kommunalpolitischen Partnerschaftsarbeit Deutschlands und seiner Nachbarn“ sprach und dabei viele praktische Erfahrungen aus seinen Partnerschaftsbeziehungen zu einem polnischen Landkreis einfließen lassen konnte.
Die Europa-Abgeordnete, Petra Kammerevert, die auch führende Kommunalpolitikerin in der Stadt Düsseldorf ist, entbot ein Grußwort der Stadt im Auftrag von Oberbürgermeister Dirk Elbers und führte danach über die friedenssichernde Funktion der europäischen Integration aus und äußerte sich darüber hinaus über die Bedeutung des Vertrages von Lissabon.

Mit der Themenfolge „Der Lazarus-Orden und sein humanitäres Werk im deutsch-polnischen Verhältnis“ wurde dieser älteste christliche Orden mit seiner umfangreichen humanitären Arbeit im deutsch-polnischen Verhältnis gewürdigt. Dr. Ronald Hendriks aus den Niederlanden, der eine Führungsposition im Orden auf der internationalen Ebene bekleidet, skizzierte die Geschichte des Ordens und stellte dessen Selbstverständnis vor. Danach schloss sich der Vortrag des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Lazarus-Hilfswerkes in Deutschland, Herrn Horst Engel, MdL NRW, an, der die humanitäre Arbeit dieses Sozialwerkes mit seinen Sozialstationen in Polen aufzeigte und zum Schluss dieser Vortragsreihe stellte die Direktorin der Lazarus-Sozialstationen in der Stadt Elbing und in der Wojewodschaft Allenstein, Frau Jolanta Golombiewska, die brillante Arbeit der Elbinger Sozialstationen vor.
Zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages referierte Herr Ryszard Donitza, Vizepräsident des Sejmek (Landestages) der Wojewodschaft Oppeln über 20 Jahre nach der Wende – „Zur Situation der deutschen Minderheit in der Wojewodschaft Oppeln“. Hier konnte der Referent erhebliche Verbesserungen für die Deutschen im Laufe von 20 Jahren aufzeigen.
Der zweite Veranstaltungstag begann mit dem von Vizemarschall Jozef Kotys erarbeiteten Vortrag „Die polnisch-deutsche Partnerschaftsarbeit zwischen der Wojewodschaft Oppeln und dem Land Rheinland-Pfalz“. Bei diesem Referat registrierte das Plenum mit großer Überraschung die Dichte der Projekte und die große Erfolgsbilanz dieser Partnerschaft im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses.
Die von Höhenpunkten sehr reichhaltige Veranstaltung setzte sich bis zum Ende der Veranstaltung fort: Oberkreisdirektor a.D. des ehemaligen Landkreises Köln, Dr. Heinz Gierden, der mehrere Dekaden Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland war, sprach über die deutsch-polnischen Beziehungen am Beispiel der Abtei Brauweiler. In seinem Vortrag bezog er auch die große positive Resonanz der durchgeführten deutsch-polnischen Verständigungswoche in der Abteil Brauweiler mit ein, dessen Organisator er gewesen war. Mit diesem Beitrag, der auch mit vielen tiefsinnigen historischen Begebenheiten garniert war, schloss eine glanzvolle Veranstaltung, dem u.a. mit großer Aufmerksamkeit der Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck, der zurzeit amtierender Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist, sowie der langjährige ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Köln, Dr. Norbert Burger und der ehemalige Präsident des Schleswig-holsteinischen Landkreistages, Herr Johannes Petersen, sowie der Vizebotschafter der Republik Polen in Frankreich, Herr Janusz Styczek, folgten.
In einer Broschüre, die voraussichtlich Ende des Jahres / Anfang des kommenden Jahres herausgegeben wird, werden alle Beiträge in vollem Wortlaut aufgenommen.

 
Innenminister Dr. Ingo Wolf ,
Kreisvertr. B. Hinz
 
Der Vorstand der Kreisgemeinschaft Pr. Holland  mit den Bürgermeistern aus dem Kreis Elbing und dem Kreis Steinburg

 

 Die Referenten des Lazarus- Ordens und des Lazarus- Hilfswerkes
(LHW), v.r. Dr. Ron Hendriks Grossvizekanzler des Lazarus-Ordens im
Weltverband, Jolanta Golombiewska, Vorsitzende der Lazarus-
Sozialstationen im Regierungsbezirk Ermland und Masuren,Horst Engel,
MdL,Geschäftsführender Vorstand im LHW und Kreisvertreter B. Hinz


7. Itzehoer Kulturnacht im Haus der Heimat

Ein Erfolg:

Die 7. Kulturnacht sprengte alle Besucher-Rekorde. Die ganze Innenstadt diente als Bühne.
Im Haus der Heimat in Itzehoe las die Dokumentarfilmerin, freie Journalistin und Buchautorin, Ulla Lachauer, ostpreußische Texte aus "Paradiesstraße: Lebenserinnerungen der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit", "Die Brücke von Tilsit. Begegnungen mit Preußens Osten und Russlands Westen" und die „Ostpreußischen Wolkengärten"; aus "Der Akazienkavalier“. „Von Menschen und Gärten“.
Ein besinnlicher Abend mit sehr einfühlsamen Vorträgen und interessanten Gesprächen und Diskussionen über den Hintergrund der Erzählungen.


Ulla Lachauer nach ihrer Lesung